Vor der Reise
Was kommt mit
Gut versichert?
Gut versichert? Teil II
Koffer packen
Zusatzgepäck
Vor Ort: Land und Leute
Sonne, Meer und Strand
Checkliste Teil 1
Vor der Reise
Reisezeit ist Fotozeit: Spätestens mit Sommerbeginn wird so manche Kamera aus dem Winterschlaf gerissen. Ohne gründlichen Check läuft aber meistens nicht viel. Denn Akkus und Batterien verlieren ihre Spannung auch dann, wenn die Kamera längere Zeit unbenutzt bleibt. Die Kamera sollte also vor Reisebeginn überprüft werden.
Tipp: Am besten vom Fachmann, denn der kann, neben Akkus und Batterien, den Verschluss und die Kameraelektronik testen und bei Spiegelreflexkameras das Kamerainnere professionell reinigen. Natürlich können Sie die Reinigung auch selber in die Hand nehmen. Aber Vorsicht: Gehen Sie dabei äußerst behutsam vor und verwenden Sie Reinigungssets und Druckluft nur aus dem Fotofachhandel.
Was kommt mit
Die Kamera ist gereinigt und funktionsbereit - nun geht es noch an die letzten Besorgungen. Mit einem zweiten Satz Akkus oder Batterien können Sie nichts falsch machen. Wenn Sie Ihre Akkus im jeweiligen Reiseland aufladen möchten, sollten Sie den passenden Stecker dabei haben. Reise-Multistecker für den weltweiten Einsatz finden Sie in jedem gut sortierten Kamera- und Elektronikfachgeschäft. Eine Ersatz-Speicherkarte ist ebenfalls eine äußerst sinnvolle Anschaffung, da auch mal eine Fehlfunktion auftreten kann. Vielfotografierer sollten auch über andere Speichermöglichkeiten nachdenken. Neben dem Laptop, kommen die von verschiedenen Herstellern angebotenen mobilen Bildspeicher in Betracht. Diese gibt es - je nach Preisklasse - mit verschiedenen Speichergrößen und auch wahlweise mit kleinen Bildschirmen für die sofortige Bildbetrachtung.
Gut versichert?
Im Vorfeld der Reise sollten Sie sich auch Gedanken über eine Kameraversicherung machen. Speziell dann, wenn Sie mit einer teureren Spiegelreflexausrüstung durch die Lande ziehen. Folgende Versicherungsarten kommen für die Absicherung Ihrer Fotoausrüstung in Frage:
1. Hausratversicherung: Schäden durch Einbruch, Naturgewalten und Feuer sind hier in der Regel mit einer Versicherungssumme, die um die zehn Prozent des Gesamtwertes liegt, abgedeckt. Nachteil: Soll die Fotoausrüstung über die Hausratversicherung vollständig abgedeckt werden, müssen Sie mit speziellen Zusatzklauseln höhere Versicherungssummen und teurere Jahresprämien in Kauf nehmen.
2. Reisegepäckversicherung: Diese Versicherungsvariante bietet für befristete Zeiträume eine zweckmäßige Alternative. Da die Fotoausrüstung allerdings nur einen Teil des Reisegepäcks ausmacht, werden bei Verlust oder Beschädigung auch nur maximal 50 Prozent der Versicherungssumme ersetzt. Ebenso zu beachten sind die aufgeführten Verstragsklauseln, denn die Versicherungsleistung ist immer an bestimmte Bedingungen geknüpft, die von Unternehmen zu Unternehmen variieren.
Gut versichert? Teil II3. Fotoapparateversicherungen: Diese werden in aller Regel für ein Jahr abgeschlossen und sind weltweit gültig. Sie decken meist Verlust durch Einbruch, Diebstahl und Raub, in manchen Fällen auch Verlust durch Unachtsamkeit oder Defekte durch unsachgemäße Behandlung ab.
Vorteil: Es gibt eine Fülle von Optionen, um solche Policen individuell zu gestalten.
4. Schutzbrief: Eine weitere Variante zur Absicherung Ihrer Fotoausrüstung, insbesondere von Digitalkameras, sind die »Schutzbriefe für mobile Elektronik«. Auch wenn die Bezeichnung variieren kann, so umfasst der Schutz bei solchen Angeboten den Ersatz bei Sturz- oder Wasserschäden sowie bei Diebstahl.
Koffer packenKameratasche oder Rucksack - eine »weittragende« Entscheidung. Gerade wenn Sie viel zu Fuß durch die Wildnis unterwegs sind, punktet der Rucksack mit seinem Tragekomfort. Bei Städtereisen, wo Motive an jeder Straßenecke lauern, bietet die Umhängetasche schnelleren Zugriff zu Objektiven und Zubehör.
Wichtig ist, dass die Ausrüstung gut geschützt ist. Gehen Sie auf eine Bootsreise oder Paddeltour, dann sollte Ihre Kameratasche wasserdicht und schwimmfähig sein. Speicherkarten und Filme brauchen besonderen Schutz. Damit die Karten nicht durch andere Ausrüstungsgegenstände beschädigt werden gehören diese in spezielle, wasser- und staubdichte Boxen. Beim Film stellen die Röntgenstrahlen der Flughafensicherheit ein Problem dar. Bei älteren Geräten, wie sie heute noch in östlichen und fernöstlichen Flughäfen zum Einsatz kommen beschädigen die Röntgensstrahlen die lichtempfindlichen Schichten des Filmmaterials. Hier gilt: ab ins Handgepäck!
Unbedingt mit in die Fototasche gehört die Bedienungsanleitung der Kamera. Verstellt sich im Urlaub die ein oder andere Funktion, können Sie den Fehler mit Hilfe des Handbuchs schnell beheben.
ZusatzgepäckWenn jetzt noch Platz im »Koffer« ist, können Sie weiteres Zubehör mit auf die Reise nehmen. An erster Stelle der nützlichen Begleiter steht das Stativ. Gerade wenn Panoramen oder stimmungsvolle Aufnahmen in der Dämmerung auf Ihrer »To-Shoot-Liste« stehen, sollte das leichte Reise-Stativ mit ins Gepäck.
Kleine Filter - große Wirkung: Filter nehmen nicht allzu viel Platz in der Kameratasche ein. Richtig eingesetzt, bringen Sie ein deutliches Plus an Bildqualität. Mit speziellen Halterungen passen sie an fast jede Kamera. Folgende Filter eignen sich besonders für den Einsatz im Urlaub: Graufilter und Grauverlaufsfilter sorgen auch bei hellem Umgebungslicht, beispielsweise am Strand, bei strahlend blauem Himmel oder bei Schnee, für richtig belichtete Bilder und mehr Spielraum bei der Blenden/Zeit-Kombination. Polfilter minimieren Reflexe und Kontraste oder betonen das Blau im Himmel. UV- und Skyfilter blocken schädliche Licht-Strahlen und schützen gleichzeitig das Objektiv.
Vor Ort: Land und LeuteAndere Länder, andere Sitten - informieren Sie sich bereits daheim über die jeweiligen Vorschriften und Regel für das Reiseland. Nicht in jeder Kultur gilt es als höflich, alles und jeden zu fotografieren. Wenn Sie fremde Personen porträtieren wollen, sollten Sie vorher freundlich um Erlaubnis fragen. Gleiches gilt für das Fotografieren von und in Gebäuden. Sollen die Aufnahmen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht oder gewerblich genutzt werden, brauchen Sie im Regelfall eine Erlaubnis. Militäranlagen dürfen beispielsweise weltweit nicht fotografiert werden, auch wenn sich davor ein lohnendes Motiv befindet.
Sonne, Meer und StrandGerade dort, wo Sie im Urlaub wahrscheinlich die meiste Zeit verbringen, in der Sonne, am Strand oder im Meer, fühlt sich Ihre Digitalkamera gar nicht wohl. Heizt sich das Kameragehäuse durch die Sonnenstrahlen auf, verstärkt sich bei Digitalkameras das Bildrauschen und die Bildqualität sinkt. Hat Ihre Kamera Sand im »Getriebe«, ist dies natürlich schädlich für Mechanik und Elektronik. Gleiches gilt selbstverständlich für Wasser. Einfaches Hilfsmittel zum Schutz vor Sand und Spritzwasser ist eine Plastiktüte ? am besten eine mit wiederverschließbarem Zip-Verschluss. Soll es mit der Kamera aufs und ins Wasser gehen, dann ist ein Unterwassergehäuse erste Wahl. Wenn am Urlaubsort nicht nur eitel Sonnenschein herrscht, sondern auch mal Regen fällt oder Feuchtigkeit auftritt, dann lohnt sich die Anschaffung eines Regencapes für die Kamera. Mittel wie Silicia Gel halten die Ausrüstung und die Kameratasche trocken.
Checkliste Teil 11. Testen Sie, ob die Kamera funktionsfähig ist.
2. Bringen Sie Ihre Kamera zwecks Reinigung und Überprüfung zum Fachhändler. Auch die Kontaktstellen im Batteriefach sollten hin und wieder gesäubert werden. (spezielle Sets gibt es im Fotofachhandel)
3. Sind genügend Ersatzbatterien/ Ersatzakkus, neues Filmmaterial und Speicherkarten vorhanden? Wie sollen größere Datenmengen gespeichert werden?
4. Bei Reisen beispielsweise in die USA oder nach Asien benötigt das Akkuladegerät den passenden Steckdosenadapter (110 Volt). Mit einem Reise-Multistecker haben Sie immer den richtigen Adapter parat.
5. Die Unterbringung der Ausrüstung in einer Fototasche schützt vor Beschädigungen und hebt den Tragekomfort.
6. Schutzgehäuse, die das Eindringen von Wasser, Staub und Schmutz verhindern, sollten immer mit auf Reisen gehen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit bietet sich das Trockenmittel Silicia Gel an, um die Elektronik zu schützen.
7. Bei Flugreisen gehört die Kamera immer in das Handgepäck. Vorsicht vor Taschendieben: Lassen Sie Ihr Gepäck nicht aus den Augen.
8. Die Bedienungsanleitung sollte zum Zubehör gelegt werden. So ist die richtige Lösung bei einer Funktionsstörung schnell parat.
9. Gut versichert? Denken Sie auch im Vorfeld an einen Schadensfall und sichern Sie sich und Ihre Kameraausrüstung ab.
10. Notieren Sie die Seriennummern Ihrer Kamera und Ihrer Objektive. Dies ist hilfreich, wenn es zum Versicherungsfall kommt.