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Wussten Sie, dass die Präferenz für die Geschmacksqualität "süß" bereits bei Neugeborenen vorhanden ist?


Das gustatorische System hat eine wichtige biologische Funktion, denn es dient der Prüfung der Nahrung auf ihre Genießbarkeit, bevor sie geschluckt wird. Bei Menschen ist eine Präferenz für die Geschmacksqualitäten süß bereits bei Neugeborenen vorhanden, während gleichzeitig eine angeborene Aversion gegen Bitteres und Saures vorliegt.
 
Diese Präferenz für Süßes ist evolutionsbiologisch gesehen sinnvoll, denn süßer Geschmack ist an Kohlenhydrate gekoppelt, die eine wichtige Energiequelle darstellen. Besonders süß sind in der Natur reife Früchte und Honig. Außerdem schmecken in der Natur vorkommende Giftstoffe nicht süß, so dass dieser Geschmacksreiz bei der Nahrungsaufnahme Unbedenklichkeit signalisiert.
 
Die angeborene Aversion gegen Bitterstoffe entwickelte sich also im Laufe der Evolution als Schutzfunktion vor giftigen pflanzlichen Substanzen, die meistens bitter schmecken. Sauer ist in der Natur ein Hinweis darauf, dass Früchte noch nicht reif sind oder Nahrung verdorben ist. Dieser Geschmack wird von Kindern bis zum zweiten Lebensjahr abgelehnt.
 
Quelle: de.wikipedia.org



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